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Die Semana Santa in Andalusien

Während meines Auslandaufenthaltes in Südspanien ist mir vor allem eines klar geworden: die Semana Santa (von Palmsonntag bis Ostersonntag) ist nicht umsonst eine der größten Touristenattraktionen Andalusiens. Die Prozessionen finden die ganze Woche über in fast allen Städten Andalusiens mehrmals täglich statt. Diese werden von Kapellen, Trommlergruppen und meist hunderten von Zuschauern begleitet. Die wichtigsten Pasos sind dabei diejenigen am Karfreitag.

 

Die Costaleros, die während der Prozessionen, die Statuen und Holzkreuze tragen, bereiten sich wochenlang, teilweise sogar monatelang auf ihre Aufgabe vor und es gilt als große Ehre selbst teilnehmen zu dürfen. Die Prozessionen sind absolut sehenswert, jedoch sollte eingeplant werden, dass es aufgrund des hohen Menschenaufkommens zu Einschränkungen kommen kann.

 

In Madrid dagegen war von der Semana Santa fast nichts zu spüren. Mitten in der Nacht kam ich am Karfreitag mit dem Nachtbus in Sevilla an. Ich hatte eigentlich geplant, dort vor meiner Weiterfahrt Freunde zu besuchen und die Stadt anzuschauen, jedoch verstand ich sehr schnell, dass dies absolut nicht möglich war. Im Fernsehen kam gerade eine Live-Übertragung aus der Innenstadt: Tausende Menschen standen um 3 Uhr nachts auf der Straße und sahen gebannt den Prozessionen zu. Daran, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen, war absolut nicht zu denken. Also fuhr ich mit dem Bus weiter nach Córdoba. Dort bot sich mir exakt das gleiche Spektakel. Zwar war die Anzahl der Zuschauer aufgrund der Größe der Stadt etwas geringer, aber man musste trotzdem deutlich mehr Zeit einplanen, um von A nach B zu gelangen.

 

Ich sah dann an diesem Osterwochenende einige Prozessionen und finde, dass die sorgfältig geschmückten Holzkreuze und Heiligenfiguren und die Dekoration der Capuchones, die Kapuzen, der verschiedenen Brüderschaften absolut bewundernswert sind. Jedoch sollte ebenfalls beachtet werden, dass man sich während dieser Feiertage in Andalusien besonders respektvoll verhalten sollte. Es kann sehr schnell passieren, dass man versehentlich in eine Schweigeprozession hineinläuft und daraufhin sehr böse angesehen wird, wenn man beispielsweise gerade im Gespräch ist, oder nicht ganz adäquat gekleidet ist.

 

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