Reise-, Foodfotografie und Tipps
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Was man sich in Göttingen und Hannover nicht entgehen lassen sollte

10:45 – Abfahrt in München, 4 Stunden später – Ankunft in Göttingen.

Mein erstes Mal in Niedersachsen und so viel kann ich vorwegnehmen: Der Kulturschock ist geringer als erwartet ausgefallen. Bis auf ein paar Male, in denen der eingefleischte Bayer in mir zum Vorschein kam und ich wegen Begriffen wie „Semmel“, oder „taugen“ angesehen wurde, als ob ich gerade aus einer Anstalt entflohen wäre, habe ich mich diese zwei Tage erstaunlich heimisch gefühlt.

 

Mein erster Eindruck: Göttingen ist eine kleine, süße Studentenstadt mit kleinen Gassen. Das typischste architektonische Merkmal sind wohl die vielen Fachwerkhäuser, die man in dieser Region an jeder Ecke findet. Insgesamt beschleicht einen immer mal wieder das Gefühl, sich in Frankreich und nicht in Deutschland zu befinden.

 

Nach der Ankunft machten wir erst einmal eine kleine Sightseeing-Tour. Nicht zu übersehen ist dabei die Gänseliesel-Statue vor dem Rathaus. Diese ist seit 1901 das Wahrzeichen der Stadt. Paul Nisse erschuf diese Figur, die traditionell von den Doktoranden am Tag ihres Abschlusses auf die Wange geküsst wird. Diese müssen dafür auf den Brunnen klettern, was als Zuschauer bestimmt lustig anzusehen ist. Danach ging es zu Tiger, einem Geschäft mit vielen kreativen Produkten für DIY- und Bastelliebhaber. Da die Bayern bisher dieses Konzept noch nicht zu schätzen gelernt haben, konnte ich es mir nicht entgehen lassen, einen Abstecher dorthin zu machen. Eine handliche Discokugel, einen Bilderrahmen und ein Röhrchen Seifenblasen später, ging es dann weiter zur Villa Cuba.

 

Dieses kubanische Restaurant gibt einem mit seinen bunten Wänden, die mit Fotos von Che Guevara geschmückt wurden, das Gefühl, sich in Kuba und nicht mitten in Deutschland zu befinden. Besonders zu empfehlen ist der Spezialitätenteller mit Hühnchen-Spießen mit Erdnussbutter, gefüllten Teigtaschen, Baguette mit Olivencreme, Salat und vielem mehr. Ein besonderes Highlight: Auf der Toilette kann man Fidel Castro bei einer seiner Reden zuhören.

 

Die gerade zu uns genommenen Kalorien wurden danach im Savoy, dem größten Club Göttingens wieder abgetanzt. Das pompöse Gebäude mit 6 Meter hohen Decken und imposanten Säulen ist dabei der ehemalige Sitz der Landeszentralbank Niedersachsen. Neben House-, Hip Hop-, Alternative- und Elektro-Beats lädt einmal im Monat ebenfalls Salsamusik zum Tanzen ein. Das Publikum ist hier sehr gemischt und egal ob gerade ein Top-DJ, oder ein Resident auflegt, auf mindestens einem der zwei Floors sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Ein weiteres Highlight dieses Aufenthaltes war ein Tagesausflug nach Hannover. Nach einem anstrengenden Zwischenstopp bei Primark war eine kleine Stärkung in Form eines “Kuchendeals” im Café Extrablatt dringend notwendig. Hier gibt es für unter 6€ ein heißes Getränk und ein Stück Kuchen. Nach der Stärkung, machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Altstadt Hannovers. Anders als erwartet, besitzt die Altstadt einen ganz eigenen Charme. Die vielen aneinandergereihten Cafés und Bars mit unterschiedlichen Styles und dekorativen Elementen verleiten regelrecht dazu, jedes einzelne auszuprobieren.

 

Fazit: Göttingens Kleinstadtflair und Hannovers Angebot an Bars und Cafés sind Grund genug, um einen Abstecher in die Gegend zu machen.

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